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Saarbrücker Zeitung, ET: 19.07.2013





Presse-Information  
 
Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und Minister für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie Andreas Storm informieren sich im St. Nikolaus-Hospital Wallerfangen über Dem-i-K plus.
 
Neue Wege in der Versorgung demenzkranker Menschen gehen.
 
Dem-i-K plus ist ein Projekt, das die Verbesserung der ambulanten Versorgung von demenzkranken Menschen nach einem Krankenhausaufenthalt zum Ziel hat. Im Rahmen eines Besuches im St. Nikolaus-Hospital Wallerfangen am 18.07.2013 informierten sich Frau Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und Herr Minister Andreas Storm über das Projekt und erste Ergebnisse.
 
Der Anteil demenzkranker Menschen wird in den nächsten Jahren stark zunehmen. Wir brauchen deshalb neue Wege in der Versorgung dieser Patienten , so Verwaltungsdirektorin  Sr. M. Astrid in Ihrer Begrüßung. Schwester Astrid zeigte sich erfreut über das Interesse der Ministerpräsidentin sowie des Ministers am St. Nikolaus-Hospital Wallerfangen und dem zukunftsweisenden Projekt, welches sich dem hochaktuellen Thema Menschen mit Demenzerkrankungen annimmt.
 
Im Anschluss daran stellte Kuratoriumsmitglied, Herr Hans Dieter Kaeswurm, die Adolf von Galhau´sche Sophienstiftung vor.
 
Gerade heute, wo wir am Anfang einer überalterten Gesellschaft stehen, ist es ein besonderes Qualitätsmerkmal, sich frühzeitig den Herausforderungen von zunehmenden Alterskrankheiten und den daraus resultierenden Problemen zu stellen. Wir brauchen neue Wege und eine sektorenübergreifende Betreuung demenzkranker Patienten . Aus dieser Erkenntnis heraus wurden neue qualifizierte Lösungsansätze entwickelt, die von Frau Astrid Krächan, Fachaltenpflegerin für Psychiatrie, den Gästen anschaulich in Ihrer Präsentation über das Projekt Dem-i-K plus dargelegt wurden.
 
 
Im Anschluss an die Vorstellung von Dem-i-K plus, konnte sich Frau Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und Herr Minister Andreas Storm während eines Rundgangs mit Herrn Gottfried Hergenröder (Oberarzt Psychiatrie, Konsiliararzt) von der praktischen Umsetzung von Dem-i-K plus überzeugen.
Dem-i-K plus ist ein gemeinschaftliches Projekt des St. Nikolaus Hospital Wallerfangen und des Demenzverein Saarlouis in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft katholischer Krankenhäuser Saarland. Die Wissenschaftliche Begleitung durch das Iso-Institut, Saarbrücken, wird  vom Landkreis Saarlouis und vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Saarlandes gefördert. Das Projekt hat eine Laufzeit von zwei Jahren und soll eine Verbesserung der sektorenübergreifenden Versorgung von demenzkranken Patienten nach ihrem Krankenhausaufenthalt und die Vermeidung von Schnittstellenproblemen sicherstellen. Dem-i-K plus knüpft an das Modellprojekt Demenz im Krankenhaus (Dem-i-K) an, in dem neue Wege in der Krankenhausversorgung von Patienten mit der Nebendiagnose Demenz erprobt werden. Dazu wurden in fünf katholischen Krankenhäusern Konsiliar- und Liaisondienste eingerichtet, welche mit Fachärzten für Geriatrie, Psychiatrie und Neurologie sowie mit einer Fachaltenpflegekraft für Psychiatrie ausgestattet sind. Im Zentrum des Dem-i-K-Konzeptes stehen der Aufbau eines demenzbezogenen Hintergrundwissens beim ärztlichen und pflegerischen Personal der beteiligten Allgemeinkrankenhäuser, die Fallbegleitung und ärztliche Konsile.
Im Hinblick auf die Zielgruppe der im Krankenhaus neu identifizierten Demenzpatienten besteht zusätzlicher Handlungsbedarf bei der Überleitung dieser Personen aus dem stationären in den ambulanten Bereich, dem durch Dem-i-K plus entsprochen werden soll. Demenzkranke, bei denen im Krankenhaus erstmals eine Demenz diagnostiziert wurde, erhalten zusätzliche modellhafte Leistungen, darunter z.B. eine interdisziplinäre Angehörigenvisite während des Klinikaufenthalts, eine strukturierte Entlassungsplanung sowie eine weiterführende multiprofessionelle Beratung in der eigenen Häuslichkeit. Zudem sollen im Rahmen des Projektes Qualifizierungsmaßnahmen z.B. für niedergelassene Ärzte durchgeführt und Vernetzungsstrukturen aufgebaut werden.
 
Das St. Nikolaus-Hospital ist eine Einrichtung der Adolf von Galhau´schen Sophienstiftung und blickt auf eine mehr als 160 jährige Tradition zurück. Wir verfügen über eine Fachklinik für Geriatrie und geriatrische Rehabilitation, eine Fachklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik sowie ein Alten- und Pflegeheim und Kinderheim. In unseren Einrichtungen werden mehr als 300 Mitarbeiter, zum größten Teil qualifiziertes Fachpersonal beschäftigt, die Ihre Verbundenheit mit uns als Arbeitgeber in vertrauensvoller und langjähriger Mitarbeit zum Ausdruck bringen.

Wallerfangen, 18.07.2013
 
 
 
 
Kontakt:
Frau Astrid Krächan
Herr Gottfried Hergenröder
St. Nikolaus-Hospital
Hospitalstraße 5
66798 Wallerfangen
Tel.: 06831 / 962 402
a.kraechan@sankt-nikolaus-hospital.de
g.hergenroeder@sankt-nikolaus-hospital.de
 

16. Int. Demenzkongress Saar-Lor-Lux

Der diesjährige Demenzkongress Saar-Lor-Lux findet am 18. und 19. September 2013 in Saarlouis statt.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer<< [261 KB]

 
 
Dem-i-K Plus gestartet - Impressionen von der Auftaktveranstaltung am 01.03.2013 in Wallerfangen

Landrat Patrik Lauer (Mitte) und Bernd Seiwert, Dezernatsleiter Sozial-Ministerium,(3.v.l.) besiegeln per Handschlag das Projekt Demi-K-plus im Beisein von Dagmar Heib und Andreas Sauder vom Demenzverein Saarlouis (links) sowie von Sabine Kirchen-Peters (iso-Institut Saarbrücken) und Manfred Klein, Direktor des St. Nikolaus Hospitals Wallerfangen. pdl/Foto: Brigitta Schneider

 

Kreis Saarlouis (pdl) Zur Verbesserung der ambulanten Versorgung von demenzkranken Menschen nach einem Krankenhausaufenthalt führen der Landkreis Saarlouis und das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie das Projekt Demi-K-plus durch. Es wird in gemeinschaftlicher Verantwortung des St. Nikolaus Hospital Wallerfangen, des Demenzvereins Saarlouis und in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft katholischer Krankenhäuser Saarland durchgeführt. Die  wissenschaftliche Begleitung führt das iso-Institut durch.

 

Bei der Auftaktveranstaltung im St. Nikolaus Hospital Wallerfangen besiegelten Landrat Patrik Lauer und Bernd Seiwert, Dezernatsleiter im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie per Handschlag die Kooperation. Das Ministerium beteiligt sich mit 33 000 Euro an einen Drittel der Kosten für die wissenschaftliche Begleitung. Das finanzielle Engagement des Landkreises beläuft sich hierbei auf 107 460 Euro.

 

Demi-K-plus passe in das Konzept des Landkreises, der sich seit Jahren für die Verbesserung der Versorgungsmöglichkeiten der an Demenz erkrankten Menschen und deren Angehörigen einsetze, versicherte Landrat Patrik Lauer. Da im Kreis Saarlouis zirka 5000 Menschen mit Demenz leben und meist von ihren Angehörigen betreut würden, sei in Zusammenarbeit mit dem Demenzverein Saarlouis schon frühzeitig begonnen worden, für demenzkranke Menschen und deren pflegende Angehörige Betreuungs- und Beratungsangebote zu schaffen. Landrat Lauer wie auch Manfred Klein, geschäftsführender Direktor des St. Nikolaus Hospitals Wallerfangen, stimmten darüber überein, dass Demi-K-plus die logische Fortsetzung des Projekts Demenz im Krankenhaus sei, das darauf zielt, die bestehenden Versorgungsstrukturen sinnvoll miteinander zu vernetzen. Es gelte den Heimaufenthalt zu verhindern oder so lange wie möglich hinauszuziehen. Das Projekt Demi-K-plus beinhalte u.a. den Wissensaufbau beim ärztlichen und pflegenden Personal, die Fallbegleitung und ärztliche Konsile. Zudem gelte es Versorgungeinbrüche zu vermeiden, sagte Bernd Seiwert, Dezernatsleiter im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie.

 

43 Prozent der Demenzerkrankten werden erstmals im Krankenhaus auffällig , erklärte Sabine Kirchen-Peters vom Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft e.V. ISO in Saarbrücken. Sie untermauerte bei der Vorstellung von Demi-K-Plus die Notwendigkeit des Projekts für alle Beteiligte. So werde auch über einen Zeitraum von einem Jahr nach Entlassung aus dem Krankenhaus verfolgt, wie sich das körperliche und psychische Befinden des Patienten und die Einbindung in Hilfsnetze entwickelten. Zur Prüfung ökonomischer Effekte werde analysiert, ob die häusliche Versorgung im Beobachtungszeitraum gesichert werden konnte und ob es zu erneuten Krankenhausaufenthalten kam.

 

Die Daten würden verglichen mit einer Kontrollgruppe, bei der sich die Intervention auf den Leistungskatalog von Dem-i-K beschränkt. Auf die wissenschaftlichen Ergebnisse zum Jahresende 2014 bin ich gespannt , sagte Landrat Lauer und dankte Sabine Kirchen-Peters für die wissenschaftliche Unterstützung sowie den Projektverantwortlichen Manfred Klein, St. Nikolaus Hospital Wallerfangen,  Andreas Sauder, Demenzverein Saarlouis und Thomas Jungen, Arbeitsgemeinschaft katholischer Krankenhäuser, für ihre Mitwirkung.

     
  • Kurzinformation zur Auftaktveranstaltung des Projekts Dem-i-k plus:
    Dem-i-K plus: Sektorenübergreifende Versorgung demenzkranker Patienten nach einem Krankenhausaufenthalt durch aufsuchende und trägerübergreifende Liaisondienste

    zur Kurzinformation<< [85 KB]
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Impressionen der Auftaktveranstaltung